Wissenswerte Informationen mitten aus dem Leben
BLOG-Info
wissenswerteinfos.dauerschreibe...
Autor:  katharinadebois
Kontakt:  hier klicken
Eröffnet am:  29.07.2015
BLOG-Visits:  858
Ein Service von:


BLOG-Archiv
MoDiMiDoFrSaSo


12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031
die neuesten Einträge

meine Links
Der 24 Stunden Höhenmeter Weltrekord
29 Juli 2015, 11:17
« vorheriger | nächster Beitrag »

Klicken auf's Bild = vergrößern
20'407 Höhenmeter in 24 Stunden zu Fuss überwinden - das bedeutet Weltrekord. Gelungen ist diese Leistung dem Schweizer Friedrich Dähler. Von Haus aus Radrennfahrer und Spezialist für Langdistanz-Wettkämpfe, hatte er sich ausgerechnet wegen einer Verletzung eine neue Herausforderung gesucht. "Im August 2014 erlitt ich einen Bandscheibenvorfall und ich konnte mich während vier Wochen nur noch unter stärksten Schmerzen bewegen", sagt Dähler. Ein Freund, der Ähnliches durchgemacht hatte, habe ihm erzählt, dass Bergaufgehen die Schmerzen gelindert habe. "Ich probierte es aus und die Schmerzen nahmen tatsächlich ab." Dähler hatte Zeit und intensivierte dieses Berglauf-Training, bis ihn seine Schwester auf die Idee für den Weltrekord brachte.

Nach langer Vorbereitungszeit, in der der 35-Jährige sein bekanntes Training für die Strassenrennen auf dem Rad fortsetzte und ein bis zwei Berglauftrainings mit bis zu 5000 Höhenmetern absolvierte, war es am 20. Juni so weit. Nachdem die vier Fotofallen zur lückenlosen Dokumentation des Rekords aufgestellt, die Mitarbeiter der Aeugstenbahn bei Glarus (Schweiz) und das ganze Team, das unter anderem für die Verpflegung und die Dokumentation zuständig war, bereits stand, begann für Dähler morgens um 9 Uhr das Abendteuer. Er sei sehr froh gewesen, endlich auf der Strecke zu sein. "Beim Frühstück bekam kaum mehr einen Bissen runter", sagt der Ausdauer-Athlet. Von Beginn habe er sich dann "extrem gut" gefühlt und trotz strömenden Regens und kühlen Temperaturen habe es "einfach nur Spass" gemacht.

Der Rekordversuch erfolgte auf einer Strecke von etwas über 2.5km mit knapp 1000 Höhenmetern. Für Dähler ging es nach einem kurzen medizinischen Check jeweils in nicht einmal zehn Minuten mit der Seilbahn zurück ins Tal. Die Steilheit der Strecke und ihre Lage in relativ geringer Höhe (von rund 500 bis 1500 Metern über Meer) im Linthtal in der Schweiz machten sie perfekt für den Rekordversuch. "Die Runden vergingen zuerst wie im Flug", sagt Dähler. Erst in den Runden sechs bis acht sei er in eine Krise geraten. Dazu ist diese Vorgeschichte wichtig: An Pfingstmontag hatte er den Aufstieg in elf Stunden bereits elf Mal gemacht, was 10’500 Höhenmetern entspricht. Nach diesem Trainingslauf hatte Dähler plötzlich mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel zu kämpfen. Ähnliches musste er nun während dem Rekordversuch ertragen. "Wir mussten reagieren", sagt er. In den ersten Runden hatte der ausgebildete Lehrer jeweils an der Bergstation zwei Minuten Pause gemacht. Mit den Problemen passte er diese Taktik an. "Es gab bis zum Schluss ausser bei der Bahnfahrt keine Pause mehr. Mein Körper musste immer im Rennmodus bleiben, so durfte ich mich in der Gondel auch nicht mehr hinlegen." Von da an sei es perfekt gelaufen.

Um Punkt fünf Uhr am frühen Sonntagmorgen knackte Dähler den bisherigen Rekord von 17'000 Höhenmetern - "ein genialer Moment" sagt er. Noch hatte er vier Stunden Zeit, um die neue Bestmarke weiter zu verbessern. Schnell sei in seinem Kopf die Marke von 20'000 Höhenmetern gesetzt gewesen: "Dafür hiess es noch einmal hart beissen." Das Leiden wurde belohnt - am Ende wurden es 20'407 Höhenmeter. Weltrekord.

Im running.COACH-Blog lesen Sie mehr zum Weltrekord:
http://blog.runningcoach.ch/blog/2015/07/06/die-geschichte-zum-24-stunden-hoehenmeter-weltrekord/ />
Link zum Webauftritt von Friedrich Dähler:
http://friedrichdaehler.jimdo.com/

zurück zur Monatsübersicht   |   Kommentar schreiben
« vorheriger | nächster Beitrag »
Kommentare zu diesem Eintrag

 babettevonfelden (29.07.2015)
Davon habe ich ja noch nie etwas gehört! Klingt richtig spannend, aber auch super super anstrengend. Aber sicher ein tolles Gefühl, wenn man es geschafft hat.