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Wo sind all die richtigen Kerle hin ?
30 Juli 2013, 17:39

Immer mehr Frauen jammern, es gäbe keine richtigen Männer mehr, und das zu Recht !

Gleichzeitig ist aber ausgerechnet das weibliche Geschlecht federführend daran schuld, dass den Männern in den letzten Jahrzehnten schon von klein auf systematisch ihre Männlichkeit abtrainiert worden ist.

So bevorteilt z.B. eine ''feminine schulische Subkultur" Mädchen latent aber systematisch.
Das liegt u.a. daran, weil es fast nur Kindergärtnerinnen und Grundschullehrerinnen gibt, die natürlich den Kindern vornehmlich ihre weiblichen Charakterzüge vermitteln. Dies wird oft derart einseitig praktiziert, so dass den Jungs keine Basis für das Entwickeln eines typisch männlichen Charakters mit den entsprechenden Fähigkeiten geboten wird.
Um es deutlicher zu machen: Ein Junge kann mit einer Werkbank und mit einem Hammer nun mal naturgemäß viel mehr anfangen als mit Malstiften und Bastelschere. Ein richtiger Junge braucht das Kräftemessen und weniger den Stuhlkreis in dem stundenlang diskutiert wird.

Logischerweise profitieren in der Konsequenz eigentlich nur die Mädchen von der Nachahmung dieses vorgelebten femininen Verhaltens durch weibliche Lehr- ,Betreuungs- und Erziehungskräfte. Die Jungs schauen blöd in die Röhre......
Es fehlt ihnen schlicht an gleichgeschlechtlichen Vorbildern und sie erleben oft schon im Kindergarten, wie sich in einem dominant femininen Umfeld logischerweise die Mädchen erfolgreich als Leitfiguren hervortun, die motivierter sind und auch später in der Schule bessere Noten schreiben.

Ein Junge, der sich indes auf dem Schulhof rauft, gilt sofort als ''primitiver Rohling'' oder gar als ''missratene Bedrohung'' für die Gesellschaft. Nicht selten wird ein typisches männliches Verhalten als eine erhebliche Fehlentwicklung gesehen, wodurch viele Jungs -so empfohlen von weiblichen Lehrkräften- zum Psychologen müssten oder gar mit Medikamenten ruhig gestellt werden sollten.

Zuhause angekommen führt dort heutzutage meist eine Frau das Regiment... auch weil es immer mehr alleinerziehende Mütter gibt und ein Mann im Hause fehlt. Die feminine Leitkultur geht dort also ungebremst von mittags bis abends weiter und wenn der Junge beim Fußball hinfällt, rennen sofort die Mütter hin um ihre ''kleinen Prinzen'' zu bekühlbeuteln.
Zu wundern, braucht sich später niemand, wenn aus ihnen keine richtigen Kerle werden, die sich später auch mal als Beschützer der Frau behaupten müssen !

Endlich erwachsen geworden, kostet es einen Mann heutzutage viel Kraft, Mut und Ausdauer um sich von der jahrelangen Feminisierung und den dominanten weiblichen Vorgaben zu lösen, damit er ein echter Kerl sein kann. Den meisten gelingt das Zeitlebens nicht......

Auch den meisten Männern, die ich so aus meinem Bekanntenkreis kenne, würde ich nur ungern meine Axt geben um Holz zu hacken, vor lauter Angst, dass sie sich einen Arm oder das Bein abschlagen.

riesenZWERG

Kommentare zu diesem Eintrag

 riesenzwerg (21.10.2013)
Ja Widersprüche. Aber beide Geschlechter widersprechen sich.
Sie widersprechen sich zwischen dem was sie tun & wollen und was für sie jeweils das Bessere wäre.

Unabhängigkeit & Gleichberechtigung brachten der Frau gesellschaftlich mehr Macht aber zwischenmenschlich weniger Einfluss. Oft will sie auch gar keinen Einfluss mehr nehmen, insbesondere wenn es um familiäre Werte und Angelegenheiten geht. Dafür steht ihnen oft der Sinn nicht mehr, weil private und familiäre Kompromisse und Engagements sie auf ihrem Weg zur Unabhängigkeit nur aufhalten.
Junge Frauen wollen oft nur ihre Macht- und Unabhängigkeitsansprüche durchsetzen. Geschlechterübergreifende Einflussnahme in Wechselwirkung steht nicht mehr im Fokus.
Schwarzer hat da streckenweise ganze Arbeit geleistet. Viele Frauen folgen ihrem Credo, obwohl es keine Glückseligkeit bringen wird.
Schwarzer ist zu verbohrt um zu begreifen, dass der Gedanke der Emanzipation nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen braucht. Sonst gibt es eine Bruchlandung, nicht nur für die Frauen, sondern für die ganze Gesellschaft.........

Und ja genau, die entstandene gesellschaftliche Rivalität hat dem Mann den so wichtigen Ruhepol geraubt. Dennoch will der moderne Mann im Widerspruch dazu eine starke, selbstbewußte Powerfrau, die mit ihm die Anforderungen an den modernen Alltag erfüllt.

Neben den geforderten Eigenschaften wie Selbstbewußtsein, Intelligenz, berufliche Qualifikation Ausdauer und Durchsetzungsvermögen soll die Frau trotzdem diplomatisch, fraulich, damenhaft, lieblich und selbstlos sein. Ein Spagat, den die meisten Frauen so nicht schaffen.

Erst Rüstung, dann Kochschürze, dann Reizwäsche...... Zudem ist soviel Vielfältigkeit den Männern, zumindest den mittelmäßigen Männern, viel zu kompliziert.
Ein Teufelskreis..........

 rosenzweig (20.10.2013)
Letztendlich muss ich Dir beipflichten. Ich weiß, dass ich mir hier selbst widerspreche. Aber wie Galileo (siehe Zitat) bereits erkannt hat, jedes Ding hat zwei Seiten. Auch wenn ich in meinen Kommentaren sehr für die Unabhängigkeit der Frau plädiere, ist es doch so, dass die Familie, insbesondere wenn Kinder da sind, darunter leidet. Kinder werden heute früh in die Kinderkrippe abgeschoben, während die Mutter früher beruflich zumindest in deren ersten Lebensjahren pausierte. Bedauernswert ist die Tatsache, dass viele Frauen in der Tat auf Nachwuchs verzichten, weil Karriere zu machen sonst unmöglich werden würde. Alice Schwarzer würde mich hier vermutlich für meine Meinung steinigen.

Die Frau war trotz oder gerade wegen ihrer gesellschaftlichen Position der Mittelpunkt und auch der ruhende Pol der Familie. Diese Funktion kann sie in der Form oft nicht mehr erfüllen, wenn sie selbst berufstätig ist. Da eine Frau im gleichen Job wie ein Mann immer noch mehr leisten muss um die gleiche Anerkennung zu erhalten, muss sie zudem je nach ihrer Position oft gegen Windmühlen kämpfen.

Es ist leider so, dass viele Frauen tatsächlich ihre Weiblichkeit einbüßen, allerdings nicht zwangsläufig (!), weil sie beruflich „ihren Mann“ stehen müssen und dadurch bedingt auch privat oft in dieses Verhaltensmuster verfallen. Was nicht alleine die Schuld der Frau ist, wie man unschwer erkennt, denn der Mann hat das nicht nur geduldet, er hat es durch sein eigenes Verhalten herausgefordert. Die Frau musste sehr lange für ihre Unabhängigkeit kämpfen. Auch für Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wie z. B. das Wahlrecht. Und wenn man gezwungen ist zu kämpfen, dann wird man hart, egoistisch und kompromisslos (und hier wäre Alice jetzt stolz auf mich…).

Natürlich zieht das männliche Geschlecht bei diesem Wandel den Kürzeren. Widerspruch und Gegenwind war für Männer aus dieser Richtung bisher ungewohnt.

Noch eine andere Seite, die man erwähnen sollte bezüglich des Verhaltens des Mannes: Früher war ein Mann Kavalier, er hielt die Tür auf, half in die Jacke usw.. Heute schickt er die Frau vor und läuft bereits aus dem Lokal, während die Frau sich ihre Jacke vom Haken holt. Anreden wie „hey Alte“ sind mittlerweile geläufiger als ein zugegebenermaßen verstaubtes „gnädige Frau“. Man gewinnt den Eindruck, dass das männliche Geschlecht bei der Frau eine gewisse Eigenständigkeit voraussetzt.

Man könnte hier fragen: Wo sind die richtigen Kavaliere hin? Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich jetzt behaupte, dass die meisten Frauen bei der letzteren Anrede (es gibt sie tatsächlich noch!) sich als Frau fühlen und automatisch auch als solche reagieren, während man bei der ersteren Anrede sofort auf Abwehrstellung geht und eine entsprechend wenig weibliche Reaktion zeigt.
Ich glaube allerdings nicht, dass die Erzieherin im Kindergarten die kleinen Jungs zu diesen schnoddrigen, gleichgültigen Erwachsenen erzogen hat. Hier wäre es interessant, sich über die Ursachen Gedanken zu machen.

Man kann nun darüber philosophieren, wer zuerst da war, das Huhn oder das Ei, bzw. das schnoddrige Verhalten der Männer oder die fehlende Weiblichkeit, aber eins greift ins andere oder bedingt das andere. Zumindest ist es für eine Frau unerfreulich und veranlasst dazu, das eigene Verhalten zu ändern, sprich: Die Fraulichkeit bleibt auf der Strecke, weil man das Gefühl hat sie ist nicht erwünscht. Das nun wieder aus der Sicht einer Frau gesagt.

Ich glaube allerdings, dass diese Angst vor „Alphaweibchen“ unbegründet ist. Ich halte das für übertrieben. Dieser Ausdruck ist in meinen Augen wenig schmeichelhaft für das weibliche Geschlecht bzw. Frauen, die eine gehobene Position inne halten und zeigt nur Unverständnis und eine gehörige Portion Angst um die eigene Stellung.

Beide Geschlechter sollten begreifen, dass sie sich gegenseitig ergänzen und respektieren müssen um zu funktionieren. Vor allem in einer Partnerschaft ist das Bedingung. Dazu gehören – so banal und widersprüchlich das klingt - sowohl traditionelle als auch moderne Verhaltensmuster.


 riesenzwerg (19.10.2013)
Mit unseren Kommentaren, insbesondere mit Deinem letzten, sprachen wir nun auch verschiedene Ursachen für den gesellschaftlichen Wandel an.
Eine der bedeutendsten Ursachen scheint mir tatsächlich die zunehmende Unabhängigkeit der Frau vom Mann zu sein, mit all ihren Vor- und Nachteilen.....

Wie auch immer, ungeachtet der Schuldfrage bleibt festzuhalten:
Die Jungs und die Männer ziehen bei dem Wandel den Kürzeren.

Manche sagen, die Zeit der Alphaweibchen ist angebrochen, zumindest auf der normalen Bürgerebene ; im akademischen - und wissenschaftlichen Bereich sowie in Konzernvorständen nicht, den da greift das Feminine nicht. Dort geht es um Wissen, Sachlichkeit und Kalkül, weniger um Intuition und Gefühl.
Aber auch das wird sich ändern, denn ich beobachte wie immer mehr junge Mädchen ihre Fraulichkeit, ihre typisch weibliche Intuition und ihr Feingefühl, ja ihre Sensorik für ihre Mitmenschen verlieren, eben dadurch dass sie in gewisserweise immer mehr ''vermännlichen''.

Konsequenz und Kompromißlosigkeit werden groß geschrieben ! Familiäre Werte werden den jungen Mädchen nicht mehr vermittelt. Unabhängigkeit wird gepredigt ! Sie arbeiten ersatzweise hart und kompromißlos an ihrer Unabhängigkeit, gehen ihrer beruflichen Karriere nach, legen damenhaftes Verhalten und weibliche Harmlosigkeit ab, werden stählern, autoritär, barsch, bekommen wenige oder gar keine Kinder und werden vom Zeitgeist dafür sogar noch gefeiert.

Dummerweise wird von den Menschen, nicht nur von Frauen, immer öfter dort Kalkül und Egoismus gelebt, wo Mitgefühl gefragt ist.

Seltsamerweise zerbricht daran heutzutage aber eher das vermeintlich starke Geschlecht.
Aber eigentlich ganz klar: Denn die Frau metaphorisch als einen tiefen Brunnen betrachtet, aus dem der Mann von jeher schöpfte, wo er sich Ruhe, Harmonie und Zuneigung holte, wo er von jeher die ganze Sinnlosigkeit dieser Welt hineinschüttete, versiegt allmählich.....

 rosenzweig (18.10.2013)
Unterdrückung ist ein gutes Stichwort. Die Frau wurde (und wird in bestimmten Kulturen noch immer) Jahrtausende lang unterdrückt. Nämlich insofern, dass die Gesellschaft von ihr verlangt hat, sich dem Mann unterzuordnen. Auch der Mann wurde unterdrückt. In der Form, dass er sein wirkliches Wesen, seine Gefühlswelt nämlich, durch die Erwartungshaltung der Gesellschaft verbergen musste. Beide haben es zugelassen.
Früher galt es beispielsweise als unmännlich, dass ein Vater den Kinderwagen geschoben hat. Ich kenne keinen Mann, der seinen Nachwuchs nicht stolz vor sich her schiebt. Der Frau suggerierte man, sie habe keinen technischen Verstand und könne deshalb nicht Auto fahren. Was ja höchstens in Klischees gerne so dargestellt, aber nicht der Fall ist. Jungs hat man gesagt, sie dürfen nicht weinen, wenn sie sich verletzt haben. Während man Mädchen liebevoll getröstet hat. Brauchen Jungs keine Liebe und keinen Trost? Im Grunde genommen war diese Erziehung diskriminierend.

Diese von Dir als feminin beschriebene Art der Erziehung für eine Leistungsverweigerung von Jungen in Schule oder Beruf als ursächlich zu sehen, ist meiner Meinung nach ein wenig weit hergeholt. Auch Mädchen findet man unter Leistungsverweigerern. Das kann viele Ursachen haben. Durch schulischen Leistungsdruck fehlt oft die Motivation (wir kennen die Lehrpläne unserer Kinder…), schlechter Umgang, natürlich auch familiäre Probleme… Wobei ich anmerke, dass mit Leistungsverweigerern (was die auch wissen und ausnutzen) heute zu lasch umgegangen wird. Es lebe der Widerspruch... Aber ich zitiere mal Galileo: "Zwei Wahrheiten können sich nicht widersprechen."

Was Trennungen angeht, ich bemühe nochmals die Statistiken, die besagen, dass es in mehr als der Hälfte der Scheidungen die Frauen sind, die diese einreichen. Es sind also nicht nur frustrierte Männer, die einer Emanze entkommen wollen, die die Trennung möchten.
Heute sind fast alle Frauen berufstätig bzw. haben eine Ausbildung und sind somit unabhängig. Sie können frei entscheiden ob sie in einer Ehe festhalten, und der Mann ist ebenso gezwungen, sich um den Erhalt einer Ehe zu bemühen. Früher war die Frau von ihrem Mann abhängig. Und sind wir ehrlich – viele Männer haben ihre Vormachtstellung ausgenutzt. Vor Generationen war der Mann war der alleinige Ernährer, das Familienoberhaupt (Herr im Haus), die Rolle der Frau war auf die Erziehung der Kinder und den Haushalt beschränkt. Heute agieren beide als Partner, was für beide von Vorteil ist.
Eine Beziehung wird natürlich kompliziert und stressig, wenn der weibliche Part es mit falsch verstandener Emanzipation übertreibt. Genauso stressig wird sie aber, wenn der Mann sich als der Frau grundsätzlich übergeordnet betrachtet.

Trotz dieser „femininen“ Erziehung (wobei ich diese Beschreibung hier nicht als treffend sehe) bleiben manche Eigenschaften immer noch „typisch“ männlich oder weiblich. Ein Mann hat beispielsweise niemals den Muttertrieb wie eine Frau, die Frau nicht dessen Neigung zur Aggressivität. Das ist naturgegeben und meiner Meinung nach wird auch die gesellschaftliche Entwicklung daran nichts ändern können. Ändern kann man nur anerzogene Verhaltensmuster, aber nicht hormonelle Abläufe oder genetische Veranlagung.

Trotzdem wäre es ebenso falsch von einer Frau zu verlangen, dass sie wegen ihres Geschlechts automatisch das Verlangen hat, Mutter zu werden, wie es falsch wäre von einem Mann zu erwarten, dass er sich auf dem Schulhof prügeln will, nur weil er ein Mann ist.
Die Natur hat ihre Grenzen bereits gesetzt. Eine Frau wird beispielsweise als Dachdecker niemals die Eignung finden wie ein Mann, wogegen sie pflegerische Berufe wegen ihrer höheren Sensibilität besser als dieser ausfüllen wird.

Eine Neuorientierung der geschlechtlichen Aufgabenverteilung findet meiner Meinung nach nur insofern statt, dass sich sowohl Mann als auch Frau nicht mehr dem gesellschaftlichen Diktat in der Form unterwerfen, dass sie sich geschlechtsbedingt in Schubladen stecken lassen. Die Natur dürfte kaum das Bedürfnis haben insofern auszusortieren, da sowohl Mann als auch Frau im Grunde nur die schon immer da gewesenen Eigenschaften, Fähigkeiten und Neigungen nun auch leben dürfen.

Sicher hat sich durch die Aufgabenverteilung aus gesellschaftlicher Sicht etwas geändert. Es ist aber so, dass der Mensch sich grundsätzlich mit Veränderungen schwertut, weil er das Althergebrachte, das Gewohnte nämlich, vermisst. Aber nicht jede Veränderung ist negativ… und der Mensch ist lernfähig.








 riesenzwerg (13.10.2013)
Jaja, es ist wohl so, dass Du hier einen gewissen Widerspruch entlarvt hast. Und demzufolge kann man, genauso wenig wie man Menschen in Schubladen stecken sollte, auch keinem Geschlecht pauschal die Schuld für die o.a. Entwicklung zuschreiben.

Und halten wir weiter fest: Trotz aller Vielfältigkeit der Menschen gibt es typische Verhaltensmuster bei den Geschlechtern. Und auf diese sprach ich mit meinem Beitrag an.
Aber die typischen Verhaltensmuster wandeln sich, und nicht nur in Wechselwirkung (Aktion-Reaktion) zwischen den Geschlechtern, sie wirken sich logischerweise auf unsere Kinder und auf die gesamte Gesellschaft aus.

Was die Schuldfrage betrifft, kann man also -denkt man schon mal differenziert genug :-) -, den Frauen allenfalls nur indirekt und teilweise die Schuld an der ganzen Entwicklung geben.

Analog konnten ja auch z.B. die Ostdeutschen nur indirekt ihrer Obrigkeit Schuld geben, dass man eine Mauer um sie herumbaute und jahrzehntelang unterdrückte. Schließlich ließen sie es ja auf irgendeine Art und Weise zu, so wie es jetzt viele Männer auch zulassen. Oder sie lassen es halt nicht mehr zu und reagieren entsprechend. Bei Jungs macht sich das oft durch Leistungsverweigerung in Schule und Beruf bemerkbar. Bei erwachsenen Männern lautet das Signal häufig ''Beendigung einer zu kompliziert und streßig gewordenen Beziehung'', was der Republik eine immer größere Schar von Alleinerziehenden und Singles beschert.....

Manche behaupten, wir befänden uns in einer Zwischenphase der Neuorientierung der geschlechtlichen Aufgabenverteilung der postmodernen Gesellschaft.
Ich persönlich bin mir da nicht sicher, denn wenn man sich zu weit von naturgemäßen und angeborenen, geschlechterspezifischen Neigungen und Talenten entfernt, dann ist das für mich keine Phase innerhalb einer Weiterentwicklung, sondern nur ein weiterer Schritt auf dem Weg des Menschen, sich fatalerweise immer weiter von der Natur im Allgemeinen und von seiner eigenen Natur zu entfernen.

Ich plädiere ohnehin immer für ausreichend Beachtung der conditio humana ( Bedingung und Natur des Menschseins). Die Natur selektiert langfristig nämlich immer aus, was sich zu weit von ihr entfernt.....

 rosenzweig (12.10.2013)
Man kann natürlich die Sprache eines Kommentars Wort für Wort und stilistisch analysieren, aber das würde jedem Kommentar die Spontaneität nehmen und zudem ins Oberlehrerhafte abdriften. Bei den knappen Kommentaren unten (die ich schon wieder erwähne) allerdings erübrigt sich das, sie sprechen für sich, wenn sie überhaupt sprechen.

In meinem zugegebenermaßen überlangen Kommentar versuche ich aufzuzeigen, dass es eben nicht diese Schubladen „Frau hier – Mann da“ gibt. Und so wie ich ab Abschnitt 4 genau dieses Klischee bediene, indem ich sowohl Dich als auch die Kommentatoren unten spontan und direkt als (typische?) Frau anspreche, so ist Dein Blog auch vorwiegend aus der Sicht eines (typischen?) Mannes geschrieben, auch wenn ich erwarte, dass Du das verneinen wirst.

Du bezichtigst die Frau „das weibliche Geschlecht“ als solche als ursächlich für das Fehlen der richtigen Männer, sowie eine aus Deiner Sicht falsche, da durch Zeigen von Gefühlen zu feminine Erziehung. Ich zitiere u. A. „Gleichzeitig ist aber ausgerechnet das weibliche Geschlecht federführend daran schuld, dass den Männern in den letzten Jahrzehnten schon von klein auf systematisch ihre Männlichkeit abtrainiert worden ist“.
Du steckst Jungs in eine Schublade, als Du behauptest, dass „ein Junge mit einer Werkbank und mit einem Hammer nun mal naturgemäß viel mehr anfangen kann als mit Malstiften und Bastelschere“. Selbst wenn du die Formulierung „Wir Männer- Ihr Frauen“ nicht benutzt.
Männer bzw. Jungs werden mit dem Adverb „richtig“ betitelt. So als wären nicht raufende und werkelnde Männer nicht richtig…

Die Erziehung in den Generationen vor unserer mit Prügel in der Schule, Stillsitzen und Schweigen war wenig bis gar nicht feminin, dafür aber streng (die Vor- und Nachteile hiervon sind aber nicht das Thema). Disziplin wurde sowohl Mädchen als auch Jungen vermittelt. Und sie war auch nach Geschlechtern getrennt. Der Junge wurde in die eine Schublade gesteckt, „Werkbank, Axt und Beschützer“ – das Mädchen in die andere, „Kochen, Kinder, Kirche“. Heute wird das so nicht mehr praktiziert, man vermeidet dieses in eine Schublade stecken.

Und schon, obwohl genau auf diese Weise die Neigungen des Individuums unterstützt wird, wird bedauert, dass Männer dadurch nicht mehr „richtig“ sind. Und man (wer auch immer… hier soll sich niemand angesprochen fühlen) würde wieder gern in Schubladen stecken – aber genau das wird im gleichen Atemzug bemängelt.
Wie Du in deinem letzten Kommentar folgerichtig erkannt hast, typische (nicht zu verwechseln mit richtige) Männer oder typische Frauen gibt es nicht wirklich. Auch wenn sie hormonell bedingt anders ticken. Aber das wäre nun wieder ein anderes Thema…



 riesenzwerg (09.10.2013)
Was auffällt in Deinem Kommentar ist das häufige und m.E. stereotype '' Wir Frauen'' und ''Ihr Männer''...... Deine ganze Argumentation baut darauf auf.

Meiner Meinung nach gibt es aber diese homogenen Gruppierungen ''Die Männer'' bzw.
''Die Frauen'' mit den immergleich beschriebenen Fähigkeiten und Neigungen überhaupt nicht. Jeder Mensch ist ja anders, egal ob Mann oder Frau. Die Neigungen, Talente, Fähigkeiten und Interessen der Menschen sind geschlechterübergreifend bunt gemischt vertreten.
Und was mir gerade an intelligenten Frauen, zu denen ich aufschaue, immer wieder aufgefallen ist, dass sie genau diese Tatsache erkennen und anerkennen und sich daher einerseits nicht zur Gruppe ''Wir Frauen'' zuordnen lassen und auch ein männliches Gegenüber nicht pauschal in die Schublade '' Ihr Männer '' stecken.
Sie haben verstanden, dass in den Grenzen geschlechterspezifischen Denkens Weisheit nicht erlangt werden kann. Und erst mit dieser Weisheit entsteht beim Menschen die Fähigkeit, harmonische und langjährige, ja lebenslange Partnerschaften zu führen und indes seinen Kindern als funktionierendes Elternpaar Vorbild zu sein, wie man sich gegenüber dem jeweils anderen Geschlecht richtig und fair verhält.

 rosenzweig (09.10.2013)
Das mit dem Erschrecken funktioniert nur, weil das Bild „Mann“ so gezeichnet wurde bzw. wird, dass er hart zu sein hat. Trauer, Angst, das Bedürfnis nach Zuwendung oder Trost - das soll er nicht zeigen, während zur Schau getragene Aggression nach außen männlich macht. Aggressionen sind auch gezeigte Gefühle. Warum soll man die einen zeigen, die anderen darf man aber nicht? Konsequenz bedeutet beide zeigen zu dürfen. Allerdings zeigen die Kommentare der Herren weiter unten, dass das Gegenteil erwartet wird.

Gleichzeitig wird die Frau als Ursache für diesen vermeintlichen Missstand entlarvt. Weil sie längst erkannt hat, dass Männer Gefühle haben und diese bereits in seiner Kindheit fördert. Immerhin ist sie von der Natur so ausgelegt, dass sie bemuttern muss. Aber wenn der Mann schon seine Gefühle entdeckt hat, dann braucht er auch jemanden, dem er dafür die „Schuld“ geben kann. Hier bietet sich die Frau an.

In der Steinzeit waren es die körperlich der Frau überlegenen Männer, die die Familie gegen gefräßige Säbelzahntiger verteidigen mussten. Die Frau war für die Familie zuständig. So war die Rolle über Jahrtausende für beide Geschlechter festgelegt. Es hat auch funktioniert. Bis die Frau, dieses aufständige Wesen, entdeckt hat, dass sie nicht nur die Gefolgschaft und der Besitz des Mannes ist, sondern selbst ein Bewusstsein hat und haben darf. Damit muss man(n) erst einmal fertig werden. Jetzt muss er nicht gegen Säbelzahntiger kämpfen, sondern gegen einen weitaus schlimmeren Feind – die Intelligenz der Frau.

Jungs, auch wir selbstbewussten Frauen sind immer noch Frauen, und wir mögen es, wenn ihr Männer uns beschützt. Wir lachen auch gern über eure Versuche mit der Axt, um uns zu beweisen, dass ihr echte Kerle seid und schnappen uns die Bohrmaschine um vor euren entsetzten Augen Löcher zu bohren. Selbst wenn dann irgendwelche echten Kerle uns völlig entrüstet diese aus der Hand nehmen und den letzten Zentimeter selbst bohren. Aber wenn ihr versucht, uns einzureden, dass wir unser hart erkämpftes Selbstbewusstsein dazu benutzen, um euch einzuschüchtern, dann ist das nicht fair. Dafür mussten wir Frauen wirklich hart kämpfen. Gegen euch übrigens…

Wenn wir Frauen einen Mann mit unserem Selbstbewusstsein einschüchtern können, dann wäre er auch in der Steinzeit einem Säbelzahntiger zum Opfer gefallen. Es ist aber nicht mehr Steinzeit, der Mann muss nicht mehr die Familie gegen Feinde verteidigen. Er darf seine Keule beiseitelegen.

Ich finde übrigens nicht, dass die echten Kerle heute verschwunden sind, sie sind da. Ihr Männer seht sie nur nicht. Weil ihr Angst habt vor euren „Freunden“ und euch einreden lasst, dass man als echter Kerl keine Götter neben sich haben darf. Sie sind es, die einem Mann einreden, dass er kein echter Kerl ist.
Wo sie sind? Ganz selbstbewusst - neben ihren selbstbewussten Frauen. Kleine Jungs haben das längst begriffen.




 riesenzwerg (26.09.2013)
War nur Spaß ! :-) Mein Ego bleibt davon vollkommen unberührt. Schreibe ich hier ja im Allgemeinen und weniger selbstbezogen. Ich schreibe immer, was ich sehe und beobachte, lasse mich selbst weitgehend außen vor. Das ist auch gut so. So vergleiche und verlange ich weniger von den Mitmenschen ( Mitmännern) :-)

Ansonsten: Schöner Kommentar, der das alles mal von einer anderen Seite aus beleuchtet. Dennoch: Dein Selbstbewußtsein, das mit Deinem Kommentar deutlich wird, haben heutzutage viele Frauen und sie schüchtern damit ein, oder erschrecken zumindest, was mit ein wesentlicher Faktor für den Trend der verschwindenen Kerle ist. Kleine Jungs und schwache Männchen unterliegen hier maßlos.....

 rosenzweig (23.09.2013)
Ich hoffe ich habe dein männliches Ego nicht allzu sehr verletzt. Wenn ich mir nun Vorwürfe machen muss, weil du dir vor Schreck das Bein abgehackt hast, damit würde mein zickiges feminines Seelchen nur schlecht fertig werden ;-)

 riesenzwerg (23.09.2013)
Wow, jetzt bin ich eingeschüchtert ! :-)

 rosenzweig (22.09.2013)
Schade, dass sich hier noch keine Frau zu Wort gemeldet hat. Liegt es daran, dass wir uns von den hier anwesenden Herren so beeindruckt oder eingeschüchtert fühlen, dass wir es vorziehen zu schweigen? Oder liegt es daran, dass wir uns insgeheim darüber amüsieren, dass die hier anwesenden Herren bloß ihrer Männlichkeit hinterher jammern?

Aber was bitte ist ein Mann? Ein Mensch, der es vorzieht, wenn er sich gerade mit der Axt das Bein abgeschlagen hat, die Zähne zusammenzukneifen und um seiner Frau zu beweisen, wie kalt ihn dies lässt, selbige zum Tango auffordert?
Ein Mensch, der so tut, als wäre er auf Gottes schöner Welt die Krone der Schöpfung, nur weil seine Geschlechtsteile außen liegen?

Ich gebe zu, dass der raufende Junge auf dem Schulhof nicht gerade der Traum eines Lehrers oder seiner Eltern ist. Aber das raufende Mädchen auf dem Schulhof wird gleich in die Schublade „schwer erziehbar“ gesteckt. Während der Junge im Ansehen seiner Kollegen wächst.
Genau wie der Junge, der es mit mehreren Mädchen gleichzeitig treibt ein toller Kerl und das Mädchen mit mehreren Lovern eine Schlampe ist.
Der Typ, der beruflich alles gibt um die Karriereleiter hochzusteigen, ist eine Führungspersönlichkeit und erfolgreich. Während sein weibliches Pendant als karrieregeiles Mannweib verschrien ist.
Nicht zu vergessen der Mann, der sich gegenüber anderen lautstark durchsetzt ein Kerl ist, während die Frau in der gleichen Situation als Zicke bezeichnet wird.

Woher kommt der Ausdruck „Hysterisch“? Richtig: Aus dem Griechischen, „die Gebärmutter betreffend“. Da ihr Männer ja keine habt, wurde dieser Ausdruck eindeutig extra für uns Frauen erschaffen. Damit ihr nervenleidenden, aufbrausenden und nervösen Männer eine schöne und ebenso abwertende wie abfällige Bezeichnung für uns Frauen zur Hand habt, wenn wir uns mal über euch aufregen.

Nun die Herren riesenZWERG, ande71, carpos und fletcher2, ihr echten Kerle, wo ist denn hier die Femininisierung?
Erzählt mir jetzt bitte nicht, dass ihr nicht auch einmal gern bekühlbeutelt werdet… insgeheim genießt ihr das doch!

Ein richtiger Mann ist auch mal in der Lage einen Fehler zuzugeben. Und Gefühle zu zeigen. DAS ist nämlich Stärke… Tragt es mit Fassung ;-)


 ande71 (30.08.2013)
Herr Zwerg,
dem kann man nicht s hinzufügen!
Wohl gesprochen.
:-)

 riesenzwerg (29.08.2013)
@carpos: Blogge Du Hund, oder schweig für immer ! :-)

 carpos (12.08.2013)
Mal abgesehen davon, das Du "redest" wie ein Weib: Ja!

 0000006777 (02.08.2013)
;-)

Wo de Recht hast, .......!