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Der kleine Käfer Puh erklärt die Griechenland Krise.
28 Mai 2012, 12:39

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Der kleine Käfer Puh erklärt die Griechenland Krise.

Die Griechenland Krise zeigt es: Die Probleme ihrer Heimat lassen die reichsten Griechen kalt. Sie leben in der Schweiz vom gut versteckten Geld. Diese Entwicklung, in denen wenige alles haben und andere nichts, führt zwangsläufig ins absolute Chaos. Und das ist überall so, nicht nur bei den Griechen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Und weil die Menschen das nicht verstehen wollen, erklärt es jetzt der kleine Käfer Puh.

Da war einmal eine Inselgruppe mit zahlreichen Inseln. Auf jeder Insel wurde irgendwas produziert, was die Menschen zum leben brauchten, also Brot, Möbel, Maschinen und einfach alles. Die Bewohner der Inseln kauften sich gegenseitig die Waren ab die sie brauchten.
Auf einer Insel wurden Maschinenteile hergestellt. Jeder Bewohner hatte Arbeit in der Fabrik. Jeder Bewohner der Insel verdiente Geld in der Fabrik; manche etwas mehr, manche etwas weniger. Aber alle hatten genug zum leben. Jeder bekam seinen gerechten Anteil vom Gewinn. Am meisten verdiente der Direktor. Aber es war genug für alle da. Und weil der Direktor die Insel schön halten wollte, bezahlte einige Bewohner Geld an den Direktor. Die Armen etwas mehr und die Reichen etwas weniger, weil sie den Direktor gut kannten. Er nannte das „Steuern“. Damit baute er Straßen und bezahlte die Armee.

Das war auf allen anderen Inseln auch so.

Eines Tages trafen sich die Direktoren der Insel zu einem großen Fest. Da erkannte der Direktor der Maschineninsel, dass der Direktor der Farmerinsel ein größeres und viel schöneres Boot hatte als er selbst. Da wurde der Direktor der Maschineninsel sehr neidisch. Er schickte einen Spion auf die Farmerinsel. Als der zurückkam berichtete er dem Direktor der Maschineninsel, dass der Direktor der Farmerinsel sehr viel mehr verdient als der Direktor der Maschineninsel. Und auch die Direktoren der anderen Inseln bemerkten das. Der Spion berichtete, dass das Volk anteilsmäßig sehr viel weniger bekommt als das Volk auf der Maschineninsel und der Direktor anteilsmäßig sehr viel mehr bekommt. Der Direktor der Farmerinsel begründet das mit seiner göttlichen Genialität, ohne die seine Insel nicht existieren könnte.

Darauf hin beschloss der Direktor der Maschineninsel seinem Volk zu sagen, dass weniger Maschinenteile verkauft worden wären und, dass sie alle sparen müssten. Es sagte, dass sich die Inselwirtschaftliche Lage verschlechtert hätte. Also mussten die Leute mehr arbeiten für weniger Geld. Außerdem erhöhte er die Preise für die Maschinenteile, sodass die Bewohner der anderen Inseln mehr dafür bezahlen mussten. Darauf hin erhöhten aber auch die Direktoren der anderen Inseln die Preise für ihre Waren. Und auch dort mussten die Arbeiter mehr arbeiten für weniger Geld. Urlaub und Freizeit gab es kaum noch.

Weil der Direktor der Maschineninsel aber ein noch viel größeres und schöneres Boot haben wollte als der Direktor der Farmerinsel, beschloss der Direktor der Maschineninsel eines Tages, Roboter zu kaufen, die man an den Fließbändern einsetzen kann. Als diese Roboter installiert wurden, konnte der Direktor der Maschineninsel viele Arbeiter entlassen und deren Löhne für sich selbst verwenden. Nun hatte er endlich Geld für sein neues Boot.

Anfangs ging es der Inselwirtschaft sehr gut. Die Waren wurden untereinander gut verkauft. Aber das war nur am Anfang so.

Weil auf diese Weise überall auf den Inseln Löhne eingespart wurden und man Leute entlassen hatte, wurden die Inselbewohner sehr arm. Nur wenige hatten noch Arbeit. Und weil so wenige Menschen Arbeit hatten, wurde auch weniger Waren verkauft. Das ärgerte den Direktor der Maschineninsel sehr. Er entließ zur Strafe einige Angestellte und sagte, dass die restlichen Angestellte deren Arbeit weiter und besser machen sollten.

In dieser Zeit wurden die Inselbewohner immer ärmer. Nur die Direktoren hatten noch viel Geld. Sie kauften sich weiterhin große Boote und protzten um die Wette.

Weil aber einige Leute nicht arm sein wollten, wurden sie zu Dieben und Verbrecher. Die anderen Inselbewohner hatten Angst, abends noch die Häuser zu verlassen.

Eines Tages sagte einer der Letzten Angestellten der Maschineninsel zu dem Direktor, dass immer weniger Maschinenteile verkauft würden. Der meinte dann, dass man die Preise erhöhen müsse, dass man noch genügend Geld einnehmen könne. Aber, das machten die anderen Direktoren auf den anderen Inseln auch. Und so wurden immer mehr und mehr die Preise erhöht. Alles wurde teurer und teurer.

Inzwischen waren die meisten der Bewohner der Inseln so arm geworden, dass sie auf Almosen der Direktoren angewiesen waren. Die Direktoren wollten sie ja nicht verhungern lassen. Sie mussten aber vorher alles verkaufen was sie hatten. Sie mussten mit mehreren Familien in billige Lehmhütten ziehen. Und weil die Bewohner so arm wurden, konnten die Direktoren auch immer weniger Steuern einnehmen. Sie mussten es von denen nehmen, die noch Geld hatten. Das waren aber alles einflussreiche Freunde, die ihr Geld nicht hergeben wollten. So brachten sie ein Teil ihres Geldes auf andere Inseln, damit sie nicht so viel Steuern zahlen mussten.

Nun lagerten auf den Inseln sehr viele Waren, die die Bewohner brauchten, die sich aber niemand mehr leisten konnte. Und weil sich niemand mehr die Waren leisten konnte, wurden auch eines Tages die Direktoren unzufrieden. Einige Inselbewohner wurden so wütend, dass sie die Lager plünderten und die Direktoren angriffen. Die Armee trieb sie aber wieder zurück. Andere gingen zu den Banken und liehen sich Geld, um ihren alten Scheinluxus noch halten zu können. Und wenn sie nichts mehr zurück bezahlen konnten, bekamen die Banken das Geld von den Steuereinnahmen wieder zurück. Aber es waren kaum noch Steuereinnahmen da. Die Direktoren machten selbst Schulden um das alles organisieren zu können. Ihr eigenes Geld gaben sie auch nicht her.

Weil niemand mehr die Wahren kaufte, mussten immer mehr Fabriken geschlossen werden. So waren die Direktoren sehr reich geworden, das Volk wurde sehr arm, und die Waren lagerten in, von der Armee bewachten, Festungen. Eines Tages waren einige Inseln so arm geworden, dass sie auf Almosen anderer Inseln angewiesen waren. Aber auch die anderen Inseln mussten eigentlich sparen. Und so kam es, dass eine Insel nach der anderen immer ärmer wurde.

Und das alles geschah nur deshalb, weil einer ein größeres Boot haben wollte, als der andere.

So erklärt es der kleine Käfer Puh.

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