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eine kleine Geschichte....
7 Oktober 2008, 21:03
Der kleine Hund

Es war einmal ein kleiner Hund. Er streunte durch die Gegend und die Leute mochten ihn. Sie gaben ihm des öfteren leckere Sachen und Wasser zum Trinken. Er führte ein schönes Leben. Zum Schutz vor Kälte und in der Nacht verkroch er sich, er fand einen Platz, der ihn vor dem Erfrieren bewahrte. Er war im großen und ganzen sehr zufrieden mit seinem Leben. Er konnte sich selbst ernähren und hatte obendrein noch Menschen, die seinen Lebensstandard respektierten.

Eines Tages kam ein Mann auf ihn zu. Dieser erbarmte sich um den kleinen Hund und nahm ihn bei sich zu Hause auf. Am Anfang weigerte sich der Hund, seine Freiheit aufzugeben. Doch der Mann bemerkte dies nicht, da er dachte, er müsse seine Hilfe anbieten. Er wusch den "kleinen, armen" Hund - so sah ihn der Mann - gab ihm genug zu essen und einen traumhaften Schlafplatz. Natürlich begann der Hund sich wohl zu fühlen. Da werde er für immer bleiben, dachte der kleine Knirps. Dort ging es ihm gut, er brauchte sich nicht mehr zu bemühen, selbst Essen aufzutreiben, er brauchte sich nicht mehr um einen geeigneten Schlafplatz umzusehen. Vom Mann wurde er getragen. Als Gegenleistung versuchte der Hund einen perfekten Wachhund abzugeben.

Doch dies wollte der Mann nicht. Er wollte keinen Wachhund, der Mann wollte eher einen Spielgefährten, das bekam er aber von dem kleinen Wollknäuel nicht. Eine zeit lang respektierte der Mann die Eigenschaft des Hundes, bis es ihm eines Tages zuviel wurde und er ihn wieder auf die Straße setzte, von wo er ihn her hatte.

Der kleine Hund verstand sein Herrchen nicht. Was war denn nur los? Was hatte er bloß falsch gemacht? Immer wieder folgte der Hund dem Mann nach Hause. Und immer wieder setzte ihn dieser wieder auf die Straße. Der kleine Hund war verzweifelt. Was sollte er nur tun? Konnte er sich denn noch selbst versorgen? Er brauchte diesen Menschen doch, so wie dieser Mensch ihn brauchte. Oder verstand er da was nicht richtig? Er bekam dafür keine Erklärung. Der kleine Hund konnte diese Situation auch nicht annehmen, wie sie war.

Es dauerte lange bis er sich wieder aufraffte und gelernt hatte, für sich selbst da zu sein. Es dauerte lange, sein Essen wieder selbst zu suchen und selbst nach einem Schlafplatz zu sehen. Und umso länger hatte es gedauert, den Schmerz zu heilen und wieder vertrauen zu können.

Kommentare zu diesem Eintrag

 yeroki (07.10.2008)
ich denke, dass " die kleinne geschichte " ein gleichnis ist. dass der hund eine hündin ist???

 sunshine67 (07.10.2008)
@elle - nein, da irrst du nicht....

 elle~m (07.10.2008)
Wie wäre die Geschichte ausgegangen, wenn der Mann in der Lage gewesen wäre, dem kleinen Hund zur rechten Zeit zu verstehen zu geben, dass er keinen Wachhund braucht, sondern einen Spielgefährten sucht ?
Geschichten dieser Art gibt es doch auch zwischen Männchen und Weibchen, oder irre ich mich ? :-)

 yeroki (07.10.2008)
erinnere an iwan petrowitsch pawlow, der erkannte den einfluß des nervensystems auf die magensaftabsonderung.
pawlowscher reflex bedeutet: alllein der anblick der speise löst die magensekretion aus. nennt man auch die bedingten reflexe in zentralnervensystem. ( konditionierung ) dafür nobelpreis 1904.
wenn mensch bzw hündin oder rüde das nach 104 jahren noch nicht erkannt hat.
vielleicht hilft, das erste semester noch mal besuchen.


 sunshine67 (07.10.2008)
wenn man jemanden nicht so akzeptieren kann, wie er ist, dann sollte man es ganz sein lassen. ich versuche nie jemanden zu ändern, denn damit mache ich seine individualität kaputt.

  (07.10.2008)
Auch wenn es mit Freiheitsberaubung zu tun hat?

 laithu (07.10.2008)
@sunshine
@carpos

Manchmal muss man etwas ändern, um authentisch bleiben zu können....

 sunshine67 (07.10.2008)
die menschen wollen immer alles ändern und wenn sie dann ein resultat damit erziehlt haben, wollen sie es so auch nicht mehr haben.

  (07.10.2008)
Weil das Tier „Mensch“ in das tierische und freie Leben des Hundes eingegriffen hatte wurde der Hund der im Anschluss mit „Freiheit“ bestraft.
Warum hegt der Mensch immer das Verlangen alles ändern zu müssen?