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Am Anfang
25 Juli 2006, 00:37
Ich bin der festen Überzeugung, daß am Anfang die Musik war. Hast Du schon einmal Musik gehört, die jeden Menschen kalt läßt? Ein Stück, das wirklich niemandem gefällt? Ich nicht. Jeder findet irgendein Musikstück wirklich schön. Jeder Mensch. Umgekehrt gibt es bestimmt auch für jedes Stück einen Menschen. Damit will ich sagen, daß es - egal, was ich jetzt schreiben würde - auf der Welt bestimmt irgendeinen Menschen geben würde, dem dieser Song nicht mehr aus den Ohren rausgeht. Der diese - meine - Aneinanderreihung von Tönen, Klängen und Rhythmen gerne hört und sie pfeift, wenn er morgens zur Arbeit geht. Sei es im StarBuck am Brandenburger Tor oder auf irgendwelchen Reisfeldern in Indochina, wo auch immer das genau liegen mag. Natürlich immer gesetzt der Fall, meine Musik findet ihren Weg zu ihrem Ohr. Ich finde diesen Gedanken sehr schön, denn wenn man ihn weiter denkt, dann hat jeder Mensch auf der Welt die Möglichkeit, einen anderen Menschen glücklich zu machen. Schade, daß die meisten nichts davon wissen. Oder aber gar nichts davon wissen wollen.
Abgesehen davon - Mir reicht so etwas nicht. Ich möchte mehr. Vergessen wir mal, daß ich wahrscheinlich nicht von dem leben könnte, was mir ein Reisbauer in Indochina bereit ist zu geben, wenn er sein von mir verfaßtes Lied einmal gehört hat. Ich will nicht sagen, daß Geld alles ist, aber es ist für einen jungen, ledigen Mann nun mal das Erste. Auch mit Familie ist es nicht alles, aber dennoch bleibt es auch dann äußerst wichtig. Nur wenn man Geld hat, braucht man sich nicht mehr darum zu sorgen. Dann ist alles andere wichtiger, doch wenn man keines hat...
Es ist glaube ich, ganz logisch, daß ärmere Menschen sich viel mehr Gedanken um Geld machen. Die Miete, die Portion Fleisch und Reis oder Kartoffeln, um mal das indochinesische Flair hier rauszunehmen. All das kostet. Und wenn man keinen Pfennig oder Forinth oder Cent oder Centime hat, dann kann es noch so billig sein... Aber damit Schluß.
Ich will mehr. Das sagte ich bereits. Viel mehr. Ich möchte möglichst viele Menschen glücklich machen. Und zwar möglichst viele Menschen aus meinen Breiten. Nicht, daß ich selektiv wäre oder ähnliches. Laß mich das kurz erklären.
Ich mag Musik sehr gern. Ich mag sie am meisten, wenn sie einen roten Faden besitzt. Einen Ablauf, eine Struktur, eine klare Melodie. Eine schöne Stimme, eine gute Gitarre oder vielleicht zwei. In südländischer Musik, wie zum Beispiel afrikanischen Gesängen oder türkischen Charts, kann ich so etwas für mich nicht erkennen. Jetzt kommt natürlich die Frage nach unserem Reisbauer in Indochina. Wie kannst Du Dir nur anmaßen, Dir die Fähigkeit zuzuschreiben, ein Lied komponieren zu können, daß diesem Bauer gefällt, für Dich selbst aber so radikal sein und fremde Musik ausgrenzen? Darf das der Reisbauer nicht, oder schreibst Du Universalstücke?
Nur Langsam! Als ich eben erwähnte, ich könne ein Stück schreiben, daß irgendeinem Menschen gefällt, sagte ich ja nicht, daß es dem und gleichzeitig mir gefallen muß. Das wäre zu viel. Das könnte ich auch nicht beweisen. Denn dann müßte ich zuerst einmal ein Stück schreiben, das mir gefällt und das ist schwierig. So kann ich aber die Behauptung aufstellen und niemand kann mir das Gegenteil beweisen. Denn sollte jemand wirklich auf die wahnwitzige Idee kommen, und meine Melodie auch nur 1 Milliarde Menschen zum Beispiel vorzuspielen, hätte ich schnell eine andere Melodie geschrieben. "Probiers mal mit der..." Hihi.
Ich sage nicht, daß Musik aus anderen Breiten nicht schön ist. Aber sie ist mir fremd und kann mich nicht so faszinieren wie ein Musikstück, das mir Klarheit verschafft, weil ich mir Klarheit über das Stück verschaffe. Davon abgesehen, mag ich auch wenig oder besser gesagt selten die Klänge aus dem Genre "Neue Musik". Das Ganze hat also mit Breiten wenig zu tun und war hier nur das allererste Beispiel, das mir einfiel.
Ich möchte also mehr. Ein Musikstück schreiben, das mir gefällt und vielen anderen auch. Ich glaube, Elton John ist auf der Suche nach der perfekten Melodie. Meines Erachtens nach kann er das auch und er war schon einige Male verdammt nah dran. Er macht seine Sache gut. Ich würde seine Sache eher schlecht machen. Ich würde wahrscheinlich nur suchen. Im Moment suche ich auch. Nach Worten. Eine Melodie hab' ich. Mehrere. Die meisten vergesse ich auch immer wieder aber ich bleibe tapfer. Ich dachte mir, schreib erstmal ein Buch. Dann kannst du schon mal schreiben. Wenn Du dann noch die richtige Stimmung hast, dann kannnst Du Dein Stück schreiben.
Also schreibe ich dieses Buch. Und wenn ich mir dann mal um die Erste Sache keine Gedanken mehr zu machen brauche, vielleicht kann ich dann Musik machen. Große Musik. Musik für viele Menschen. Und für mich.

Kommentare zu diesem Eintrag

 kasimiro (24.08.2006)
Ich will das auch, was du genommen hast. Schick mir mal die Musik und ich biete dir an, einen Text drüber zu legen. Einfach nur so. Ohne Verpflichtung und ohne Hintergedanken.