Voloblog - SZ-Volontäre schildern ihre Eindrücke aus dem Saarland
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Dein Kommentar: Das verbotene Wort

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Kommentierter Beitrag

Ok, ausnahmsweise nehme ich es an dieser Stelle einmal in den Mund: das verbotene Wort. Dabei habe ich mir vor einem Jahr hoch und heilig geschworen, es zumindest innerhalb des Saarlandes ganz aus meinem Sprachgebrauch zu verbannen. Das war gar nicht so einfach, denn wir Norddeutschen begrüßen einander einfach immer mit „Moin“ – egal ob die Uhr nun acht, zwölf, 15 oder 22 Uhr zeigt. Der Gruß darf nämlich nicht mit einfach „Guten Morgen“ übersetzt werden, sondern stellt eine ganz eigenständige Form der Begrüßung da, die unabhängig von der Tageszeit ist.

Die Unwissenheit darüber kann im Saarland zu ernsten Verwicklungen führen, wie mir eine norddeutsche Freundin berichtete: Sie war erst seit kurzem im Saarland und lief am späten Nachmittag durchs Treppenhaus. Da begegnete ihr eine Nachbarin, der sie ein fröhliches „Moin“ zuträllerte. Doch die Frau fand das um die Uhrzeit gar nicht witzig und blaffte meine Freundin an: „Gerade erst aufgestanden? Asoziales Pack!“

Ich weiß natürlich, dass die allermeisten Saarländer weitaus verständnisvoller auf unsere norddeutsche Mundart reagieren. Trotzdem war mir diese Anekdote eine Lehre: Ich habe das Wort „Moin“ auf meinen ganz persönlichen Index gesetzt, um es nicht versehentlich zu den (vermeintlich) unmöglichsten Uhrzeiten von mir zu geben. Schließlich will ich, was meine Schlafgewohnheiten anbelangt, keine Missverständnisse aufkommen lassen. Nur auf Heimatbesuchen mache ich eine Ausnahme: In Delmenhorst begrüße ich die Nachbarn auch um 19 Uhr noch mit einem herzlichen „Moin“.


Zur Kurzvorstellung der Autoren:
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aktionen/2010/blog/art232621,3211391 />
Zum Dossier "Typisch saarländisch"
http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarlaendisch/ />